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Wetzlarer Goetheschüler forschen zwei Tage in Berlin /b>

Zwei spannende Tage in Berlin haben jetzt Schüler der Goetheschule Wetzlar verbracht. Dabei stand ihr Aufenthalt ganz im Zeichen der Wissenschaft. Anlass war das Treffen „MINT400“ – das Hauptstadtforum des MINT-EC (mathematisch-naturwissenschaftliche Excellence-Center an Schulen) Netzwerkes, dem auch die Goetheschule angehört. Das Forum stand in diesem Jahr unter der Überschrift „Life Science: Forschen für eine lebenswerte Zukunft“. Organisiert wurde es in Kooperation mit dem Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin-Buch.

 

An der Veranstaltung nahmen insgesamt 350 Schüler aus ganz Deutschland sowie 50 Fachlehrkräfte von MINT-EC-Schulen teil. Bei wissenschaftlichen Fachvorträgen zu aktuellen Themen, Tagesworkshops an über 30 wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen in und um Berlin sowie einem Bildungsmarkt fanden sie reichlich Gelegenheit zum Netzwerken, Lernen und eigenen Forschen.

Als Vertreter von Wetzlars Oberstufengymnasium waren Sandra Wolf, Luca Emmerich, Luca Titze und Paul Sander nach Berlin gereist, die sich alle durch sehr gute Leitungen in den Naturwissenschaften auszeichneten. Sie waren von MINT-EC-Koordinator Patrick Röder teils gezielt angesprochen worden, teils hatten sie sich in Eigeninitiative online für das MINT400-Forum beworben.

Die vier Goetheschüler waren sichtlich beeindruckt von den vielen Möglichkeiten, die sich ihnen boten. So begannen Paul Sander und Luca Titze ihren Aufenthalt mit einem Vortrag zum Thema „Werkstoffwunder Automobil“, bei dem es unter anderem um die Materialien für das Auto der Zukunft ging. Der Vortrag zum Thema Neurobiologie, dem Sandra Wolf beiwohnte, wurde sogar auf Englisch gehalten. Verständnisprobleme habe es aber keine gegeben, berichtete die Goetheschülerin, die unter anderem erfuhr, dass Schafe Gesichter erkennen können.

Sehr angetan waren die Wetzlarer Junior-Wissenschaftler auch von den Möglichkeiten, die die verschiedenen Workshops ihnen boten. So berichtete Sandra Wolf von einem sehr professionell ausgestatteten Labor, in dem sie in Zweiergruppen Experimente zum Nachweis von Glucose durchführen durfte. Luca Emmerich nahm am Workshop „Indigo & Co“ teil, bei dem er unter anderem Farbstoffe selbst herstellte und Baumwolle damit färbte. Und Luca Titze, der gemeinsam mit Paul Sander einen Workshop zum Thema Supraleiter und Magnetismus besuchte, war insbesondere von den Freiheiten begeistert, die die Schüler beim Experimentieren hatten: Die Antwort auf Schülerfragen, die mit „Kann ich mal…“ begannen, sei fast immer „Mach doch!“ gewesen. So kam es, dass auch schon mal eine Mandarine in flüssigen Stickstoff wanderte. Daneben gab es aber auch Gelegenheit, eine Magnetschwebebahn zu testen oder einen Experimentier-Reaktor und ein Tieftemperaturlabor zu besichtigen.

Weiterhin besuchten die Goetheschüler Vorträge zum Thema Krebsforschung und Kryptowährung oder die „SAP Young Thinkers Night“, bei der sich alles um Robotik, Hardware und das Programmieren mit Snap! drehte.

Neben der Vielfalt der Veranstaltungen lobten die vier Teilnehmer aus Wetzlar auch die Gelegenheit sich mit Schülern aus ganz Deutschland auszutauschen, das Kennenlernen netter Leute und nicht zuletzt die gute Organisation und Verpflegung. Da wundert es nicht, dass Luca Titze bereits ankündigte, er werde auf jeden Fall versuchen, im nächsten Jahr wieder bei MINT400 dabei zu sein.

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