Menschen - Tiere – Pflanzen - Bakterien:

Biologen interessiert alles, was lebt.

 

In Zusammenarbeit mit den 13 Lehrerinnen und Lehrer, die derzeit an der Goetheschule Biologie unterrichten, erforschen die Schülerinnen und Schüler die Beziehungen der Lebewesen untereinander und ihre Wechselwirkungen mit der Umwelt. Sie untersuchen Moleküle und Zellen genauso wie komplexe Organismen und Ökosysteme.

Gemeinschaftlich mit den Lehrern der Mittelstufenschulen des Kreises Wetzlar wird an einem problemlosen Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II gearbeitet. Aufbauend darauf werden in der Einführungsphase mit der Zellbiologie die Grundlagen für eine erfolgreiche Teilnahme an den Grund- und Leistungskursen in der Qualifikationsphase gelegt. Der Unterricht orientiert sich dabei an dem hessischen Lehrplan Biologie bzw. dem neuen Kerncurriculum und den Anforderungen des Landesabiturs.

 Es ist uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler neben den fachwissenschaftlichen Inhalten auch überfachliche Kompetenzen erlangen. Beim Experimentieren lernen die Schülerinnen und Schüler z.B., wie man Zellkulturen anlegt, Erbmaterial isoliert und dieses nutzt, um einen genetischen Fingerabdruck zu erstellen. Zudem eignen sie sich verschiedene Methoden an, um Stoffgemische zu trennen, so z.B. DNA-Abschnitte durch Gel-Elektrophorese oder Blattfarbstoffe durch Dünnschichtchromatographie. In Mikroskopie-Kursen werden viele Techniken erlernt, um z.B. Querschnitte von Blättern oder Wurzeln anzufertigen oder Zellteilungen und Transportvorgänge zu beobachten. Sie bekommen somit einen praktischen Zugang zu den Inhalten der Biologie und machen sich mit den vielfältigen naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut.

  • bio1Schülergruppe bei Enzymversuchen
  • Schülerinnen der Biologie-AGSchülerinnen der Biologie-AG

 Durch das Vivarium der Goetheschule können wir auch Experimente mit Tieren anbieten. Durch die Haltung von Tieren und Pflanzen wird der Kontakt zur belebten Umwelt gefördert und ein anschaulicher und „lebendiger“ Biologieunterricht ermöglicht. Experimente werden trotz des größeren Aufwandes in sehr kleinen Gruppen durchgeführt, sodass sichergestellt wird, dass alle unmittelbaren Kontakt mit den Lebewesen haben. Schülerinnen und Schüler, die in der Biologie-AG aktiv sind, übernehmen dabei häufig die Experten-Rolle.

 

Auch Exkursionen stellen einen wichtigen Teil des  Unterrichts dar, sei es ins hessische Umland (z.B. in den Frankfurter Zoo, den Palmengarten sowie den Botanischen Garten in Gießen) oder auch ins Wattenmeer zu Studienfahrten. Wir unterstützen mit den Naturerfahrungen z.B. im Kellerwald oder im Vogelpark Uckersdorf  eine größere Empathie gegenüber Umweltproblemen, so dass die persönliche Handlungskompetenz gefördert wird.

  • bio2Hallig Langeneß

Daneben werden immer wieder bioethische Fragestellungen diskutiert, ob es nun z.B. um Embryonenschutz, gentechnische Anwendungen oder den Umgang mit Versuchstieren geht. Dabei unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler bei der Gewinnung von Bewertungs- und Entscheidungskompetenzen, die ein verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber sich selbst und anderen Personen betreffen.

Zu aktuellen Themen organisiert die Fachschaft Vorträge von Referenten aus Wirtschaft und Universitäten, um biologische Themen zu vertiefen und darüber hinaus einen Ausblick auf mögliche Berufsbereiche zu geben.

Begabten und interessierten Schüler steht über den Unterricht hinaus die Möglichkeit zur Verfügung, an der oben bereits erwähnten Biologie-AG an Wettbewerben wie „Jugend forscht“, der Biologie-Olympiade oder dem Bundesumwelt-Wettbewerb teilzunehmen. Zudem werden Engagement  und überschnittliche Leistungen mit dem Karl-von-Frisch-Preis des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Hessen ausgezeichnet.
  • bio4Tamaris Franke Fonthina, Valentin Krüger und Elena Hilgers bei der Verleihung des Karl-von-Frisch-Preises 2015
  • bio5Lea Sophie Schink bei Jugend forscht"