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Anlässlich des EU-Projekttages am 4. Mai 2018 besuchte der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Lahn-Dill, Hans-Jürgen Irmer (CDU), die Goetheschule und stellte sich den interessierten Schülerinnen und Schülern der beiden PoWi-LKs der Jahrgangsstufen 12 und 13. Moderierte wurde diese Gesprächsrunde von Denise Harren und Alexander Schuster.

Ist der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Lan-Dill, Hans-Jürgen Irmer (CDU), mit seinen Überzeugungen wirklich der Rechts-Außen-Hardliner, wie er oft in den Medien dargestellt wird? Um Klarheit zu schaffen, konnten die Anwesenden Herrn Irmer, ein ehemaliger Schüler der Goetheschule, nun auch dazu Fragen stellen.

Im Hinblick auf Fragen zu seiner politischen Vergangenheit äußerte Irmer, dass er im Lehramt-Studium einen Ausgleich zu den linken Vertretern gesucht habe und so zu der Studentenorganisation der CDU gekommen sei. Dann sei er den Weg über die Kommunalpolitik in den Landtag gegangen, und seit September 2017 ist er nun auch im Deutschen Bundestag vertreten. Hans-Jürgen Irmer rief die Schülerinnen und Schüler dazu auf, dass sie sich politisch engagieren sollten, dabei sei es ihm egal, in welcher Partei dies geschehe.

Nachdem dieses weniger kontroverse Thema abgehandelt war, ging es über zu dem spannungsreichsten Themenfeld des Tages: Islam und Europa. Für Irmer sei der Islam kein Teil Deutschlands, da dieser nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Er wies darauf hin, dass es in nur wenigen der islamischen Länder eine Demokratie gebe. Das Problem sei, dass der Islam keine Phase der Aufklärung erlebt habe. Jedoch betonte er, dass integrierte Muslime, die in Deutschland wohnen, sehr wohl zu Deutschland gehören. In der Frage der Aufnahme von Flüchtlingen befürwortet Irmer ein System nach kanadischem Vorbild. Er ist der Meinung, dass wir den anderen Ländern die Fachkräfte nicht wegnehmen dürfen, da diese sonst nur noch größere Probleme hätten.

Irmer bezeichnet sich selbst als überzeugten Europäer. Er sei kein Freund des Brexits, da Europa sehr große Chancen habe. Außerdem solle man nicht nur auf die Zahlen schauen. Jedoch ist er der Meinung, dass man nicht einfach so alle möglichen Länder in die EU aufnehmen sollte. Die Türkei gehört für ihn auf keinen Fall zur EU, und er lehnt eine Aufnahme in die EU ab. Krisenländer sollten erst stabilisiert werden, bevor sie in die EU aufgenommen werden. Abschließend kritisierte er die EU-Kommission, er sei der Überzeugung, dass diese zu viele Rechte habe.

Am Ende waren viele der Schüler enttäuscht, dass die Zeit schon um war, da man die Gesprächsrunde auch noch Stunden hätte fortsetzen hätte können ohne dass es langweilig geworden wäre.

Im Anschluss an die sehr interessante Gesprächsrunde musste sich nun jeder selbst die Frage stellen, wo der MdB Hans-Jürgen Irmer politisch zu verorten ist. Eine eindeutige Antwort wird es darauf wohl nicht geben.

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