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Der Abschied ist gefeiert, jetzt können die Bagger anrollen. Und es war eine Abschiedsparty, die sich sehen lassen konnte! Geschätzte 5000 Besucher sind am Donnerstag zur Wetzlarer Goetheschule gekommen, um ihrem alten Schulbau vor dem Abriss Lebewohl zu sagen. Von 17 Uhr bis tief in die Nacht erlebten sie ein erstklassiges Bühnenprogramm, zahlreiche Attraktionen und kulinarische Abwechslung. An erster Stelle jedoch stand für die meisten das Schwelgen in Erinnerungen an die eigene Schulzeit im markanten Gebäude an der Frankfurter Straße.

Die gesamte Schulgemeinde hatte sich einmal mehr ins Zeug gelegt, um den Tag zu einem vollen Erfolg zu machen. Das erkannte auch Landrat Wolfgang Schuster an, der den Startschuss zur Party gab und dabei bekannte, es sei schon immer sein Wunsch gewesen, einmal eine Schule abzureißen.

Auf der Bühne sorgten zunächst die Goetheschulband „The Mixtape“ und die Band „Schwerelos“ für musikalische Unterhaltung. Zu Ehren des am selben Tag in den Ruhestand verabschiedeten langjährigen Musiklehrers Karl-Heinz Hautmann folgte dann „Dr. H’s Awesome Tribute Band“. Sie setzte sich aus Schülern der vergangenen Jahrgänge zusammensetzte, die alle unter Hautmanns Leitung in der Schulband musiziert hatten. Mit Spannung erwarteten viele der Gäste den musikalischen Abschluss auf der Schulhof-Bühne: Das Revival der Aufführung von Pink Floyds „The Wall“, das die Abiturienten des Jahres 1992 anlässlich ihres Abschlusses einmalig dargeboten hatten. Nahezu in Originalbesetzung waren sie nicht nur aus Deutschland, sondern sogar aus dem Ausland an die Goetheschule zurückgekehrt und beeindruckten mit ihrer musikalischen Professionalität. Im Foyer der Goetheschule ging es dann mit dem Duo „Double Stroke“ weiter, das erstklassigen Akustik-Rock bot, bevor für den Rest des Abends DJ Jonas Schmidt für Stimmung sorgte. Weiterer unterhaltsamer Höhepunkt auf der Bühne war die Versteigerung verschiedener Gegenstände aus dem alten Schulgebäude, darunter etwa die Uhr aus der Aula, das mysteriöse Schild mit der Aufschrift „Neutrale Zone“ oder die legendäre „Hand“. Mit einer Showtanz-Darbietung beeindruckte außerdem der Sport-Leistungskurs.

Viele der Besucher nutzten die Gelegenheit, um noch einmal ihre alten Klassenräume aufzusuchen, ihren Namen auf der eigens dafür vorgesehenen Wand in der Pausenhalle zu hinterlassen, eine Tasse mit der Aufschrift „Vielen Dank, altes Haus!“ zu kaufen, oder sich das Gratis-Fotoheft oder einen Glücksstein aus dem Innenhof der Goetheschule zu sichern. Begehrt waren Fotos mit den Schulleitern vor dem Hintergrund des nicht mehr lange existierenden Schulgebäudes. Auch die Pläne für den Neubau der Goetheschule gab es zu sehen.

Über alldem lag eine Atmosphäre von fröhlichem Wehmut und heiterer Sentimentalität. Man traf einstige Klassenkameraden, Schulfreunde und Lehrer, tauschte Anekdoten aus und erinnerte sich gemeinsam an die prägenden Jahre im alten Bau. Da fiel es auch kaum ins Gewicht, dass zu vorgerückter Stunde mancher Souvenir-Jäger etwas zu euphorisch zur Sache ging. Am Ende waren sich wohl alle einig: Es war ein grandioser Abschied für ein besonderes Schulgebäude! Danke, altes Haus!

 

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